Die Geschichte des Männerchors Frohsinn Koblach
"Es braucht Zeit um von sich erzählen zu können..."
Seit seiner Gründung im Jahre 1920 hat der Männerchor Frohsinn Koblach viel erlebt. Seine vielen Aktivitäten sowohl im Vereinsleben als auch für die Allgemeinheit in der Kummenberg-Region und darüber hinaus sowie im besonderen in der Gemeinde Koblach wollen wir Ihnen gerne in einem geschichtlichen Rückblick näher bringen.
Mit unseren Konzerten, Messgestaltungen, Konzertausflügen, Ballgestaltungen, Landschaftsreinigung, Altenausfahrten und vielem mehr haben wir nun schon beinahe ein ganzes Jahrhundert einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben in unserer Heimat beigetragen.
Viele Daten und Informationen waren hier zusammen zu führen. Eine sehr zeitintensive Arbeit, die nie zu Ende gehen wird. An dieser Stelle möchten wir unseren Ehrenmitgliedern

Reinold Madlener Josef Kräutler
unseren besonderen Dank aussprechen! Mit seinem Wissen und Engagement sowie seinem unermüdlichen Nachforschen hat er federführend einen unschätzbaren Beitrag für die geschichtliche Aufarbeitung unserer Vereinsarbeit geleistet.
| Link | Beschreibung |
| Geschichte | Vereinsgründung, Vereinstätigkeit, Proben, Konzerte und Veranstaltungen, Ausrückungen, Auflüge, Chorkleidung |
| Gruppenfotos | Gruppenfotos mit Namen ab der Vereinsgründung |
| Vorstandsmitglieder und weitere Funktionsinhaber | Liste der Obmänner,
Obmannstellvertreter, Chorleiter/in, Kassiere, Schriftführer
und Beiräte sowie Notenwarte, Fähnriche und Fahnenpatinnen seit Vereinsgründung... |
| Archiv | Jahreskalender mit Infos und Links zu den jeweiligen Aktivitäten (ab dem Kalenderjahr 2003) |
Die Geschichte des Männerchors Frohsinn Koblach
Die Vorgeschichte...
Am 15. Juli 1914 versammelten sich einige Männer zu einer Besprechung zwecks Gründung eines Männerchores im Hause des Kaspar Gächter, Letten 5. Durch den Ausbruch des 1. Weltkriegs konnte der Gründungsbeschluss 6 Jahre nicht durchgeführt werden.
Gründung...
Im Juli 1920 versammelten sich folgende Sangesfreunde:
Längle August, Egle Anton, Egle Jakob, Hellrigl Edmund, Madlener Alois, Gächter Kaspar, Sonnderegger Anton, Kräutler Josef, Amann Johann, Amann Paul und Johann Josef Amann
in dessen Haus Dorf 22 und gründeten unter Einübung einiger Lieder eine sogenannte Tischgesellschaft.
Diese Gesellschaft trat erstmals am 3. Okt. 1920 gemeinsam mit der Schützenmusik Koblach im Gasthof Rössli in Oberriet CH öffentlich auf. Bei der nachherigen 1. Probe wurde die Gründung unseres Gesangsvereines beschlossen. Die Statuten wurden rasch ausgearbeitet und am 24. Okt. 1920 die feierliche Gründungsveranstaltung im Gasthof zum Adler abgehalten.
- Obmann wurde Joh. Jos. Amann,
- Dirigent Anton Egle,
- Kassier und Schriftführer Kaspar Gächter,
- Sangwart Paul Amann,
- Beirat August Längle.
Laut § 2 der Statuten 8 hat der Verein den Zweck, den vierstimmigen Männergesang zu heben, die Geselligkeit und die Gemütlichkeit zu fördern und auf Anstand und Sittlichkeit zu achten. An Mitgliedsbeiträgen waren monatlich 2 Kronen, später bis 1933 vierteljährlich 1 Schilling zu entrichten. Unterstützende Mitglieder erhielten um 100 Kronen eine Mitgliedskarte und hatten damit freien Eintritt zu Konzerten und Vereinsveranstaltungen.
Vereinstätigkeit...
Die Aufzeichnungen über den Probenbesuch beginnen 1926. Ein großes Ereignis war die Fahnenweihe am 31. Juli 1927 und das Burgfest mit dem Verschönerungsverein auf Schloss Neuburg. 60% des Festreingewinns S 1333,80 war der Anteil des Frohsinns.
- Fahnenpatin ist Stephanie Amann (Adlerwirts) und Fähnrich Arthur Kräutler.
Am 2. + 3. Juli 1938 nahmen 13 Sänger am bairischen, schwäbischen Sängerfest mit Fahne teil und am 30. November 1938 übernahm der Verein die neuen Statuten des DSB.
Gau XVIIa Kreis 9 (Vorarlberg). Zu dieser Zeit waren viele Sänger zum Militärdienst eingerückt und auf auswärtige Arbeitsstellen tätig. Wegen Stimmenmangel wurde eine Erweiterung zu einem gemischten Chor beschlossen. Dieser Chor kam nicht mehr zur Entfaltung. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 legte den ganzen Vereinsbetrieb lahm.
Durch die Einstudierung und Aufführung des Schauspiels, Imma auf der Neuburg von Lehrer Alois Walser kam es im Jahre 1948 zur Wiedergründung des Männerchores. Der Chor zählte nach der Wiedergründung 29 Mitglieder. Die ersten Statuten wurden überarbeitet, ergänzt und die Probenarbeit wieder aufgenommen. Der Männerchor Frohsinn hat nach dem Österreichischen Vereinsgesetz neue Statuten ausgearbeitet und auf der Jahreshauptversammlung am 12. 01. 2008 beschlossen.
Proben...
Wöchentlich wurde eine zweistündige Probe im Gasthaus Adler abgehalten. Also von der Gründung 1920 bis zum Kriegsbeginn 1939. 1948 war die Uraufführung und die Proben für das Singspiel „Imma auf der Neuburg“ ebenfalls im Gasthof Adler.
Hier sei auch festgehalten, dass der „Adler“ dem Frohsinn die ersten fünf Jahrzehnte hindurch Lebens- und Entfaltungsraum geboten hat. Nicht umsonst wurde der Adlerwirt und Gründer Paul Amann Herbergsvater genannt.
Im September 1971 erhielt der Frohsinn mit dem Kirchenchor St Kilian im Gemeindehaus einen eigenen Proberaum und 1976 wurde ein neues Klavier gekauft. Die Proben wurden ohne Pause gehalten, dafür jedoch auf eineinhalb Stunden gekürzt. 1978 wechselten wir in den kleinen Turnsaal unter dem Saaleingang der mit viel Arbeit durch die Sänger und die finanzielle Unterstützung der Gemeinde umgestaltet wurde.
Seit 2005 dauern die Proben wiederum zwei Stunden. 2010 wurde die Renovierung des ganzen Gemeindehauses abgeschlossen und so konnten wir wiederum in ein neu hergerichtetes Probelokal einziehen mit zwei Archivräumen für den Kirchenchor St. Kilian und für den Männerchor Frohsinn...
Konzerte, Veranstaltungen...
In der Konzerttätigkeit spielte der Fasching früher die Hauptrolle. Es wurde immer ein reichhaltiges Programm mit Liedern, Singspielen und lustigen Einaktern geboten.
Am 6. Februar 1921 hielt der junge Männerchor im vollbesetzten Adlersaal das 1. Faschingskonzert mit 10 Männerchören und 4 „komischen“ Stücken und übertraf damit alle Erwartungen. Sogar eine Wiederholung gab es im Gasthaus zum Schiffle. Auch das Frühjahrskonzert am 1. 4. 1929 im vollbesetzten Adlersaal fand im Gasthaus zum Schwert in Altach am 5. 5. 1929 eine Wiederholung.
Am 6. 4. 1931 veranstaltete der Chor ein Wohltätigkeitskonzert u. der Eintritt betrug 1S. Eingang 113,- S + 5,- Sfr. Es konnten 100,- S an Notleidende verteilt werden.
Das Startzeichen zur Wiederbelebung des Männerchores nach dem 2. Weltkrieg gab das Schauspiel „Imma auf der Neuburg“. Es gelang in Koblach über 50 SängerInnen zu interessieren und zu begeistern. Der Männerchor Frohsinn war zu neuem Leben erwacht. Von 1949 bis 1956 wurde jährlich ein Frühjahrs – oder ein Cäciliakonzert abgehalten. Von 1957 bis 1964 trat die regelmäßige Konzerttätigkeit zugunsten der groß aufgezogenen Faschingskränzchen stark in den Hintergrund.
Beflügelt durch den neuen Gemeindesaal kam die Zeit der großen Bälle. 1971 Kosaken, 1973 ohne Motto, 1974 Cowboys, 1975 Matrosen, sowie 1977 + 1983 der letzte große Ball. Sie waren allesamt publikumswirksam und sehr tolle Erfolge.
Nun kam die Epoche der bestuhlten Gemeinschaftskonzerte. Mit dem Männerchor Concordia Singen am Hohentwil 1974 in Koblach und mit der Harmonie Götzis in unserem Saal und im Saal vom Gasthof Kreuz in Götzis. Die großen Gemeinschaftskonzerte mit der Vokale Neuburg, dem Kirchenchor St. Kilian, pro Musica Graz, Singgemeinschaft Bad Leonfelden 1998, und mit den Männerchören Muntlix, Mäder, Altach, Klaus und der Schützenmusik Koblach waren alle von Erfolg gekrönt.
Ein Benefizkonzert für Bischof Erwin mit der Intradenmesse mit 2 Hörnern und 2 Posaunen, sowie das Gemeinschaftskonzert auch in unserer Pfarrkirche mit den Schwarzmeer - Kosaken waren gelungene vollbesetzte Kirchenkonzerte.
Das Gemeischaftskonzert 2009 mit den Inwälder – Musikanten war sehr gut besucht. Wir traten in Lederhosen auf gaben Volkslieder zum Besten. Die Konzerte 2009 und 2010 wurden je 2 Mal im KUM durchgeführt, da der Gemeindesaal sich im Umbau befand.
Ausrückungen...
Der Männerchor wirkte bald regelmäßig bei öffentlichen kirchlichen und weltlichen Anlässen im Dorfgeschehen mit.
Er rückte korporativ zur Fronleichnamsprozession, zum Herz – Jesu – Fest und zum Patrozinium St. Kilian aus. Am Kriegergedächtnistag, Seelensonntag sang der Chor ein entsprechendes Lied. Er umrahmte gerne öffentliche Bildungsvorträge mit Liedeinlagen und wirkte bei Ortsvereinsfesten, Primizen, Jubiläen u. dgl. aktiv mit. Seinen Mitgliedern brachte er ein Hochzeitsständchen, fallweise gestaltete man die Hochzeitsmesse und vielfach wurde mit Liedvorträgen die Hochzeitsgesellschaft unterhalten. Die legendären Christbaumfeiern mit Gabentisch im Adlersaal, dann als Neujahrsunterhaltung mit Glückstopf im neuen Gemeindesaal war die Haupteinnahmequelle schlechthin. Für die Tombola wurde eine Haussammlung in ganz Koblach durchgeführt.
Die Teilnahme an den Sängerfesten und an den Landessängertagen war für den Frohsinn stets keine Pflicht, sondern ein Willkomm!
Ausflüge...
Die Pflege der Geselligkeit hatte im Männerchor von Anbeginn große Bedeutung und das Gesellige Klima im Frohsinn ist fast sprichwörtlich.
Wanderungen und Ausflüge erfreuten sich schon in der Frühzeit des Chores, wegen ihrer gediegenen und lohnenden Ziele großer Beliebtheit. Der erste große Ausflug konnte am 10. Juni 1929 auf Grund des Gewinnes bei dem Fest auf Schloß Neuburg nach Friedrichshafen - Birnau – Salem - Heiligenberg durchgeführt werden. Von 1949 an konnten Fahrten in die Schweiz, Elsaß, Südtirol und Deutschland durchgeführt werden.
Von 1974 an, im Dreijahresabstand gab es Drei- bis Viertagesausflüge mit den Frauen. Zwischendurch gab es einige reine Männerausflüge. Nach dem Landessängertag 6. - 8. Juli 1980 leistete sich der ganze Männerchor eine Mittelmeerkreuzfahrt mit den Frauen, Alt - und Ehrenmitglieder.
Chorkleidung...
Die Sänger trugen vor dem Krieg ein eigenes Vereinsabzeichen und nach 1948 das Sängerbundabzeichen. Von 1932 bis 1955 waren blaue Schirmmützen das Einheitliche und 1976 ein hellblaues Hemd mit dunkelblauer Krawatte.
Die erste Chorkleidung wurde 1982 mit einer marineblauer Hose und ein hellblaues Sakko mit einer bestickten Tasche angeschafft. Hemd und Krawatte waren ebenfalls in Blau gehalten. Die Uniform wurde durch eine dunkelblaue Hose u. durch ein cremes Hemd erneuert. Letzteres jedoch gleich wieder durch ein hellblaues Hemd ersetzt.
1989 wurde die jetzige Chorkleidung, beiger Hose, blaues Sakko, hellblaues Hemd mit dunkelroter Krawatte, oder Masche mit einem dezenten Gilet angeschafft.
